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Freitag, 02.08.2019, 9:22 | Von

Ausbildungsbeginn in der Heilerziehungspflege

Martinsclub bereitet auf die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen vor

Immer weniger junge Menschen sind bereit, in pädagogischen und pflegerischen Berufen tätig zu werden. Schlechte Bezahlung, unregelmäßige Arbeitszeiten, widrige Bedingungen – das Image der Branche könnte besser sein. „Der Fachkräftemangel ist deutlich zu spüren. In den kommenden Jahren wird der Bedarf an qualifiziertem Personal noch weiter ansteigen“, warnt Thomas Bretschneider, Vorstand des Martinsclub Bremen e.V. Die mangelnde Attraktivität des Berufsfeldes hat eine entsprechende Personalknappheit zur Folge. Dabei haben Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt aktuell gute Karten. Als Träger in der Behindertenhilfe hat es sich der Martinsclub auf die Fahnen geschrieben, dieses gesellschaftliche Problem anzugehen.

Hilfe zur Selbsthilfe – Pädagogischer Schwerpunkt
Hierfür bietet der Martinsclub eine Ausbildung in der Heilerziehungspflege (HEP) an. Zu den Lernzielen gehören dabei die Begleitung, Unterstützung und Pflege von Menschen mit einer körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigung – ein Job mit Anspruch und Verantwortung. Großen Raum nehmen dabei pädagogische Inhalte ein. „Unser Ziel besteht darin, Menschen mit einer Beeinträchtigung zur Selbsthilfe zu befähigen“, erklärt Annett Weidemann, Koordinatorin der HEP-Ausbildung beim Martinsclub. Neben der praktischen Tätigkeit gibt es zudem einen theoretischen Ausbildungsteil, der in den Schulzentren in Blumenthal und Lilienthal vonstattengeht.

Gute Jobaussichten, fairer Lohn, sinnstiftende Tätigkeit
Zum nunmehr fünften Mal ist es dem Martinsclub gelungen, die Ausbildungsklasse zu füllen und 18 junge Menschen von einer Karriere in der Pflege zu überzeugen. Für die TeilnehmerInnen ergeben sich dabei eine Menge Vorteile. Bereits im ersten Lehrjahr erhalten sie eine monatliche Vergütung von bis zu 815 Euro, im dritten Jahr steigt die Summe auf bis zu 900 Euro. Zudem kann der Martinsclub den beruflichen Nachwuchs unter praxisnahen und realen Bedingungen auf die spätere Tätigkeit vorbereiten. „Dank unseres facettenreichen Leistungsangebots sind wir in der Lage, die praktische Ausbildung sehr abwechslungsreich und vielfältig zu gestalten“, erklärt Weidemann. Nach erfolgreichem Abschluss haben die Absolventen dann gute Aussichten auf eine Weiterbeschäftigung bei ihren Ausbildungsbetrieb: „Da wir ständig nach qualifizierten Fachkräften suchen, streben wir generell eine Übernahme an“, so Weidemann, die zudem die menschliche Komponente des Berufsfeldes betont: „Zwischen HEP und den betreuten Personen entsteht oftmals ein sehr nahes und persönliches Verhältnis. Viele unserer Kräfte sehen einen großen Sinn in ihren täglichen Aufgaben. Für ein erfülltes, zufriedenstellendes Arbeitsleben ist dies von großem Wert.“

Nach dem Start ist vor dem Start
Mit Beginn des Ausbildungsjahres im August und September startet auch die Bewerbungsphase für das Jahr 2020. Zudem gibt es eine organisatorische Neuerung: Ab nächstem Jahr wird der gesamte theoretische Teil am Schulzentrum Blumenthal vereinigt, sodass die HEP-Ausbildung ausschließlich im Land Bremen stattfinden kann. „Durch unsere Verwurzelung in Bremen ergeben sich somit inhaltliche und logistische Vorteile. Praxis und Theorie können wir so noch besser aufeinander abstimmen. Alle Lilienthaler können ihre Ausbildung aber selbstverständlich wie geplant fortführen“, sagt Martinsclub-Vorstand Thomas Bretschneider dazu.

Informationen zur HEP-Ausbildung beim Martinsclub erteilt Annett Weidemann, Tel. 0421-53 747 796, E-Mail: a.weidemann@martinsclub.de oder hep@martinsclub.de