Bundesbehindertenbeauftragter Jürgen Dusel zu Gast beim Martinsclub Bremen

Jürgen Dusel traf Bewohner der Vierer-WG im BlauHaus – „Zukunftsweisende Strategie“

Gedanken zur Inklusion und informative Gespräche bei Kaffee und Kuchen: Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, hat am Donnerstag, den 14.11. das BlauHaus in der Bremer Überseestadt besucht. Hier traf sich Dusel mit Mitgliedern der Wohngemeinschaft für Menschen mit Beeinträchtigung, die der Martinsclub seit Kurzem betreibt. Die WG ist ein wichtiger Baustein im vom Martinsclub verfolgten Konzept des „Quartier|Wohnen“. Dieses sieht vor, dass auch Menschen mit komplexen Hilfebedarfen in größtmöglicher Selbstbestimmung wohnen können.

Quartier|Wohnen ist die Zukunft
Bei Gesprächen in lockerer Atmosphäre informierte sich der Behindertenbeauftragte über den Tagesablauf der Bewohner und diskutierte mit ihnen über die Vorzüge dieses ambulant-betreuten Wohnangebotes. „Es imponiert mir sehr, wie autonom und selbstbestimmt die Menschen ihr Leben hier gestalten können. Ihre Beeinträchtigung hindert sie nicht daran. Das ist ein wichtiges Zeichen sowie ein großer Erfolg für die Inklusion. Der Martinsclub verfolgt mit dem „Quartier|Wohnen“ eine zukunftsweisende Strategie“, so Dusel. In der Wohngemeinschaft haben seit Oktober vier Menschen mit starker körperlicher und/oder geistiger Beeinträchtigung ein neues Zuhause gefunden. Dort leben sie in ihren eigenen Zimmern, die sie selbst eingerichtet und gestaltet haben. Im Bedarfsfall erhalten sie Unterstützung von speziell ausgebildeten Pflegekräften des Martinsclub. Die Versorgung ist dabei rund um die Uhr an jedem Tag der Woche garantiert.

Große Anerkennung für die Belegschaft
Ferner zeigte sich Dusel sehr angetan von der Idee, Menschen mit Beeinträchtigung verstärkt in das nachbarschaftliche Miteinander einzubeziehen. Zudem dankte er der Belegschaft für ihren wertvollen Dienst an der Gemeinschaft. Sebastian Jung, Mitglied in der Geschäftsleitung des Martinsclub, erläuterte dem Bundesbeauftragten die Hintergründe der pädagogischen Arbeit vor Ort. Er sieht das Konzept der ambulanten Wohngemeinschaft bestätigt: „Der Besuch und die lobenden Worte von Herrn Dusel zeigen uns, dass wir mit unserem „Quartier|Wohnen“ hier im BlauHaus auf dem richtigen Weg sind. Auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist dies Anerkennung und Motivation zugleich.“

Blauhaus: Gemeinschaft und Vielfalt
Das BlauHaus ist ein Kooperationsprojekt, das unter Beteiligung mehrerer sozialer Träger in der Bremer Überseestadt entstanden ist. Getreu dem eigens gewählten Motto „Auf die Mischung kommt es an“ sollen hier Menschen mit und ohne Beeinträchtigung im Wohnquartier in der Bremer Überseestadt zusammenleben. Richtungsweisend ist zudem die Idee, gegenseitige nachbarschaftliche Hilfen auf freiwilliger Basis zu organisieren. Etwa 170 Menschen finden hier ein neues Zuhause.

Jung, Sebastian
Geschäftsleitung
Klosa, Robert
Martinsclub in Gröpelingen
Regionalleitung