Gärtnern und Malen im BlauHaus

Die Corona-Pandemie hat die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung deutlich erschwert. Freizeit-Angebote fanden nicht statt, die Werkstätten waren vorrübergehend geschlossen und die Regelungen ließen zeitweise keinen Besuch zu. Damit waren die Nutzer*innen unserer Wohnangebote gezwungen, viel Zeit allein zu verbringen.

Einen kleinen Ersatz bieten nun zwei Projekte, die vom Martinsclub gemeinsam mit den Bewohner*innen im BlauHaus umgesetzt werden.

Grüne Daumen und bunte Bilder

Hochbeete aufbauen, eigene Kräuter ernten und sich um die regelmäßige Pflege der Blumen kümmern – das alles gehört zum eigenen Balkongarten dazu. Im BlauHaus haben die Bewohner*innen einen kleinen Garten auf dem Balkon angelegt. „Wir sind schon alle ganz gespannt auf die erste Ernte und freuen uns auf frische Kräuter“, berichtet Robert Klosa, der als Regionalleitung Walle im BlauHaus vor Ort ist.

Andere Bewohner*innen werden künstlerisch kreativ. In der 4er-WG findet seit kurzem ein wöchentlicher Kunsttreff statt. Sina Müller ist Mitarbeitende im Martinsclub und Kunsttherapeutin. Sie begleitet die Treffen, gibt Anregungen und hilft, wenn nötig. Gemeinsam wird hier gemalt, gebastelt und sich kreativ ausgetobt. Im Anschluss werden die schönsten Werke in der WG aufgehängt.

„Wir freuen uns riesig, dass die Angebote im BlauHaus für ein bisschen Abwechslung sorgen. Da die Haushalte unter sich bleiben, gehen wir dabei kein Risiko ein. Es macht den Bewohner*innen großen Spaß, neue Dinge zu lernen und kreativ zu werden“, erzählt Robert Klosa. „Langfristig möchten wir beide Projekte natürlich für alle Menschen im BlauHaus öffnen und so die Gemeinschaft in der Nachbarschaft fördern“, ergänzt er.

Vielen Dank für die Unterstützung

Unterstützung erhalten die beiden Projekte von der Sparkasse Bremen und der Bremischen Volksbank. „Während die Sparkasse Bremen uns Hochbeete, Pflanzen und Gartengeräte für den Start des Balkongartens zur Verfügung stellt, ermöglicht uns die Bremische Volksbank mit ausreichend Farben, Leinwänden und Bastelmaterialien den Kunsttreff für mindestens ein Jahr durchzuführen“, erklärt Julia Renke, Spendenbeauftragte beim Martinsclub. „Das passt also perfekt zusammen. Ohne diese Unterstützung könnten wir solche Projekte nicht durchführen – insbesondere in der aktuellen Zeit. Daher bedanken wir uns ganz herzlich!“

 

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Klosa, Robert
Martinsclub in Gröpelingen
Regionalleitung
Renke, Julia
Fundraising, Mitglieder, Ehrenamt