„Hier bestimme ich!“

In unserem neuen m-Magazin geht es um das Leben mit fetalen Alkoholsyndrom

Ein Schluck kann schon zu viel sein. Trinkt die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol, kann dies für das ungeborene Baby sehr gefährlich werden. Fetale Alkoholspektrum-Störung (FASD) nennt sich die Beeinträchtigung, die daraus entstehen kann. Deren mögliche Folgen sind etwa körperliche Schäden, ein auffälliges Sozialverhalten, psychische Probleme oder Lernstörungen. Im Herbst eröffnete der Martinsclub ein Wohnangebot auf dem Ellener Hof in Bremen-Osterholz. Dieses Wohnangebot ist auf diese Zielgruppe spezialisiert. Das neu herausgekommene Magazin “m“ widmet sich dieser Behinderung und stellt das Leben in der neuen Wohnform vor. „Die persönlichen Geschichten, die die Gespräche mit den Bewohnern zutage gefördert haben, sind wirklich bewegend. Sie zeigen, dass es für manche Menschen unmöglich ist, den Normen und Regeln der Gesellschaft zu entsprechen. Es ist beeindruckend, wie diese jungen Leute trotzdem ihr Leben anpacken und die Schwierigkeiten im Alltag zu meistern versuchen“, findet Redaktionsleiterin Catrin Frerichs. Zusätzlich zu diesen persönlichen Einblicken erfahren die Leser*innen nützliche Hinweise und Anlaufstellen für den Umgang mit dem fetalen Alkoholsyndrom.

 

Friedenstunnel, Stolpersteine, Lieblingsläden
Neben dem ausführlichen Titelthema findet sich im „m“-Magazin ein Portrait über den Friedenstunnel in der Bremer Bahnhofsvorstadt. Dieses Kunstprojekt entstand anlässlich der Terroranschläge in den USA 2001, die sich dieses Jahr zum 20. Mal jährten. Die dafür verantwortliche Künstlerin Regina Heygster erzählt im „m“, wie es dazu kam. Zudem war die Redaktion beim Stolpersteine-Putzen in Gröpelingen dabei: Immer am 9. November, dem Jahrestag der gewalttätigen Pogrome gegen Menschen jüdischen Glaubens im Jahr 1938, trifft sich die Nachbarschaft rund um den Breitenbachhof, um der Opfer des Nazi-Regimes zu gedenken. Darunter sind auch einige Nutzer*innen des Martinsclub, die insbesondere auf das Schicksal von Menschen mit einer Behinderung aufmerksam machen möchten.
In der Vorweihnachtszeit stellt sich außerdem häufig die Frage, wo und wie die Geschenke besorgt werden – online bestellen oder im Geschäft einkaufen? Die m-Redaktion hat sich nach den Lieblingsläden einiger Bremer*innen erkundigt. „Damit möchten wir für den Einzelhandel und den Einkauf im Laden an der Ecke werben“, erklärt Frerichs.

Das Magazin „m“ ist kostenfrei erhältlich in der Geschäftsstelle des Martinsclub, Buntentorsteinweg 24/26 in der Bremer Neustadt. Außerdem liegt das Magazin in den Quartierszentralen des Martinsclub in Findorff, Gröpelingen, Vegesack, Kattenturm, Huckelriede, Walle, in der Vahr sowie in Syke aus. Zudem ist das „m“ hier online verfügbar. Wer die Inklusionsarbeit des Martinsclub als Mitglied unterstützt, bekommt das vierteljährlich erscheinende Magazin frei Haus geliefert. Ein entsprechender Mitgliedsantrag ist bei Julia Renke, Telefon 0421-53 747 799, E-Mail: , erhältlich.

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Alle Ausgaben finden Sie im Archiv.

Frerichs, Catrin
Agentur selbstverständlich
Redaktionsleitung "m"-Magazin