Inklusion im Kino

Inklusiver Film „Erde und Tschüss“ läuft am 22. September im Kino City 46 in Bremen

Flutwellen gefährden die Küsten. Wälder stehen in Flammen, Dürreperioden bedrohen die Menschheit. Wie sieht angesichts dieser düsteren Aussichten die Zukunft auf der Erde aus? Mit diesen aktuellen Themen befasst sich der inklusive Spielfilm „Erde und Tschüss“, den der Behindertenhilfeträger Martinsclub Bremen e. V. und die Bremer Filmemacher Compagnons cooperative inklusiver Film gemeinsam gedreht und produziert haben. Das Besondere daran: Vor und hinter der Kamera haben Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam an diesem inklusiven Projekt gearbeitet. „Unser größtes Ziel bestand darin, von der ersten Idee bis zur letzten Klappe inklusiv zu sein. So haben alle Beteiligten gemeinsam das Drehbuch geschrieben. Alle Interessierten konnten sich einbringen und das Projekt mitgestalten. Menschen mit Behinderung, die hierbei endlich einmal im Zentrum der Handlung stehen, konnten ihre Stärken unter Beweis stellen“, erklärt Projektleiter und Regisseur Jürgen J. Köster. Herausgekommen ist nun ein sozialkritischer Spielfilm, der aktuelle Entwicklungen aufgreift und, versehen mit einigen bremischen Details sowie einer ordentlichen Prise Humor und etwas Verrücktheit, in einer spannenden, actionreichen Abenteuergeschichte mündet.

Premiere am 22. September – weitere Termine in Planung
Nachdem alle Dreh- und Schnittarbeiten abgeschlossen sind winkt nun die Kinoleinwand: Gezeigt wird der inklusive Film „Erde und Tschüss“ am Mittwoch, den 22. September im Kino City 46, Birkenstraße 1 in der Bremer Innenstadt. Um 17:30 Uhr und um 20 Uhr ist jeweils eine Vorstellung zu sehen. In deren Anschluss können die Projektverantwortlichen jeweils in einer Diskussionsrunde zur Entstehungsgeschichte und zur Idee hinter dem Film befragt werden. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigte Tickets kosten 5,50 Euro. Karten sind an der Abendkasse oder vorab über das Kino City 46 per E-Mail unter , telefonisch unter 0421 – 951-99290 oder im Internet unter https://www.city46.de/service/kartenreservierung erhältlich. Darüber hinaus plant der Martinsclub weitere öffentliche Filmvorführungen, die Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Inklusiver Film: Erfolgreicher Abschluss trotz Corona-Hindernissen
Bedingt durch die Corona-Pandemie war die Umsetzung des Films mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden. „Corona hat unseren Zeitplan ordentlich durcheinandergeworfen, da wir im Lockdown natürlich nur unter strengsten Auflagen drehen konnten. Umso schöner ist es, dass wir nun im Ziel sind und bald die Kino-Premiere feiern können“, sagt Produktionskoordinatorin Elizabeth Dinh, die für die Organisation rund um den Film verantwortlich war. Ähnlich sieht das Hedwig Thelen, zuständige Koordinatorin aufseiten des Martinsclub: „Wie in so vielen Fällen hat das Coronavirus auch in diesem Projekt die Teilhabe von Menschen mit einer Beeinträchtigung stark beschnitten. Aber trotz all dieser Probleme haben wir es geschafft, das ist ein großer Erfolg. Die Zusammenarbeit zwischen dem Martinsclub und den Compagnons hat hervorragend geklappt.“ Gehörigen Anteil am erfolgreichen Abschluss hatten neben allen Mitwirkenden auch die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer: Die Bremer Schauspieler Manni Laudenbach und Mateng Pollkläsener haben den Film vor der Kamera mit ihrer Erfahrung bereichert. Zudem wurde das gesamte Projekt von der Aktion Mensch gefördert. Weitere Spendengelder kamen von der Sparkasse Bremen sowie von verschiedenen Privatpersonen. „Für die tatkräftige Hilfe, ob finanzieller, schauspielerischer oder organisatorischer Art, bedanken wir uns recht herzlich. Dies zeigt uns: Wenn alle zusammenhalten und an einem Strang ziehen, sind inklusive Projekte auch gegen Widerstände umsetzbar“, so Köster.

Thelen, Hedwig
Teilhabe
Begegnung im Stadtteil