Moritz Hahndorf sorgt für Lichtblicke in der Coronakrise

Die Corona-Pandemie hat das Leben mit einem Schlag verändert. Überall lauert die Gefahr einer Infektion. Vor allem ältere Menschen zählen zur Risikogruppe. Für sie sind alltägliche Dinge, etwa der Gang zum Einkaufen, plötzlich keine Selbstverständlichkeit mehr. In dieser schweren Zeit gibt es Menschen, die sich für andere einsetzen. Menschen, die sich engagieren und so die soziale Not lindern. An dieser Stelle möchten wir diese positiven Beispiele aus dem Martinsclub vorstellen.

Moritz Hahndorf (20) erledigt in Findorff Einkäufe für ältere Menschen aus der Nachbarschaft.

Herr Hahndorf, in welchem Kontakt stehen Sie zum Martinsclub?
Zurzeit mache ich ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) beim Martinsclub. Mein aktueller Einsatzort ist das Quartierszentrum Huckelriede.

Sie beteiligen sich an der Nachbarschaftshilfe in Findorff. Wie kam es dazu?
Aus Huckelriede wusste ich, dass der Martinsclub es dort anbietet. So bin ich darauf aufmerksam geworden. Tolle Idee, wie ich finde. Da wollte ich mitmachen. Allerdings lieber in Findorff, da ich dort wohne. Also habe ich mich im Internet schlau gemacht. Bei Bremen.de bin ich dann auf das Inserat des Martinsclub gestoßen. So kam dann der Kontakt zu Simon Brukner in Findorff zustande. Er vermittelt die Hilfeleistung zwischen Freiwilligen und Bedürftigen.

Wie sieht denn die Hilfeleistung genau aus?
Es geht darum, für ältere Leute einzukaufen. Aufgrund ihres Alters trauen sich viele nicht raus. Sie fürchten sich vor einer Corona-Ansteckung. Dieser Gefahr möchten sie sich natürlich nicht aussetzen. Also erledige ich ihre Einkäufe und Besorgungen. Zumeist geht es in den Supermarkt. Hin und wieder muss ich auch mal zur Apotheke oder zur Post. Sie schreiben mir eine Liste mit den Dingen, die sie brauchen. Ich besorge es und bringe es ihnen dann nach Hause.

Wie oft machen Sie das?
Momentan bin ich nur für einen älteren Herrn im Einsatz. Das heißt, dass ich einmal in der Woche für ihn unterwegs bin. Die Lebensmittel reichen dann zumeist für eine Woche. Der zeitliche Aufwand ist also wirklich überschaubar. Ich kann mir gut vorstellen noch weiteren Leuten zu helfen.

Wie sind denn die Reaktionen der Menschen, denen Sie helfen?
Der Herr, für den ich einkaufe, sieht das recht nüchtern. Er bedankt sich und freut sich, dass ich ihm helfe.

Wieso machen Sie das? Was ist Ihr Antrieb bei dieser Sache?
Mein Leben ist trotz Corona noch recht normal und einfach. Bei vielen Menschen sieht das natürlich etwas anders aus. Also möchte ich gerne helfen und mich einbringen. Die wenige Zeit, die ich investiere, tut mir nicht weh. Aber jemand anderes hat dadurch eine konkrete Erleichterung im Alltag. Ich kann mit kleinem Einsatz etwas bewirken. Es ist schön, dass der Martinsclub so ein gemeinschaftliches Anliegen unterstützt und dazu aufruft.

 

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Lagershausen, Ludwig
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