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Assistenz in Schulen 1

Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) – Was ist das?

Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) ist ein Hilfeangebot der Kinder- und Jugendhilfe und unterstützt Familien mit Kindern im Alltag und bei der Bewältigung von schwierigen, belastenden Lebenssituationen, bei Krisen und Konflikten. Die Sozialpädagogische Familienhilfe ist eine aufsuchende Hilfe, bei der die Familien im eigenen Zuhause und im sozialen Umfeld lebenspraktisch unterstützt und beraten werden.

Anlass für die SPFH können sein:

  • Erziehungsprobleme
  • Drohende Vernachlässigung der Kinder
  • Psychische oder Suchterkrankungen von Eltern
  • Verhaltenauffälligkeiten von KIndern
  • Störungen in der Beziehung zwischen Kindern und  Eltern bzw. erziehenden Partnern
  • Erkrankung eines Elternteils
  • Finanzielle Schwierigkeiten
  • Trennung oder Scheidung der Eltern

 

Aufgaben der Sozialpädagogischen Familienhilfe können sein:

  • Regelmäßige Hausbesuche
  • Organisation der Haushaltsführung
  • Begleitung bei Behördengängen oder Arztbesuchen
  • Hilfe bei Antragstellungen
  • Unterstützung bei Erziehungsfragen
  • Angebote zur Freizeitgestaltung
  • Hilfestellung beim Umgang mit den Finanzen
  • Strukturierung eines geregelten Tagesablaufes
  • Beratung bei Fragen der Gesundheit, Körperpflege, Ernährung
  • Klärung von Grenzen zwischen Eltern und Kindern
  • Erarbeitung konstruktiver Kommunikationsstrukturen innerhalb der  Familie
  • Planung von individuellen Lösungsschritten

 

Wer kann die SPFH in Anspruch nehmen?

Es gibt das Recht auf „Hilfen zur Erziehung“. Wenn Sie als Elternteil das Gefühl haben, Rat und praktische  Unterstützung für sich und ihre Kinder zu benötigen, können Sie sich jederzeit an das für Sie zuständige Amt für Soziale Dienste (Sozialzentrum Junge Menschen, zu erreichen über die Vermittlungsstelle der Stadt Bremen , Tel. 361-0)) Ihres Stadtteils wenden, das Ihnen nach einem Beratungsgespräch die Sozialpädagogische Familienhilfe vermitteln kann.

Die Kosten für Maßnahmen der „Hilfen zur Erziehung“ trägt grundsätzlich das Amt für Soziale Dienste (AfSD), das nach Befürwortung einer Leistung einen Träger der Freien Wohlfahrtspflege, z. B. den Martinsclub Bremen e. V.,  mit der Durchführung dieser Aufgabe beauftragt.

Was passiert in dem Gespräch beim Jugendamt?

Sie schildern dem für Sie zuständigen Sozialarbeiter Ihre Familien- und Lebenssituation. Im Verlauf des Gespräches überlegen Sie gemeinsam mit der SozialarbeiterIn, welche Hilfe zu Ihnen passen könnte. Dann wird ein Hilfeplan erstellt, an dem sich die Aufgaben der Sozialpädagogischen Familienhilfe in der Arbeit mit Ihrer Familie orientieren.  Die Mitarbeiter der Sozialpädagogischen Familienhilfe des Martinsclub Bremen e. V. orientieren sich an Ihren Bedarfen und Bedürfnissen und unterstützen Sie dort, wo Sie konkret Hilfe benötigen.