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Freitag, 19.01.2018, 2:12 | Von

Martinsclub sucht Nachwuchskräfte

Heilerziehungspflegeausbildung wird zum ersten Mal bezahlt

15 Ausbildungsplätze haben der Martinsclub Bremen e. V. und die Fachschule für Heilerziehungspflege in Lilienthal für das kommende Ausbildungsjahr zu vergeben. Die drei-jährige Ausbildung zum Heilerziehungspfleger (HEP) startet am 1. September 2018. Das Besondere: Die Auszubildenden erhalten zum ersten Mal ein Gehalt. Von 784 Euro im ersten-, bis 1034 Euro im dritten Jahr verdienen die angehenden HEPs während ihrer Ausbildungszeit. Das Schulgeld von 145 Euro ist mitinbegriffen. „Dieser Schritt war uns wichtig“, sagt Martinsclub Vorstand Thomas Bretschneider, „denn die Arbeit im sozialen Bereich erfordert eine hohe Kompetenz, die man entsprechend belohnen muss.“ Bretschneider zielt damit auf das schlechte Image und den akuten Fachkräftemangel der Pflegeberufe ab. Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie der Altenpflege haben seit Jahren Schwierigkeiten, den Personalanforderungen gerecht zu werden. 

„Zu einer zeitgemäßen Ausbildung gehört für uns, dass wir die HEP SchülerInnen dazu befähigen, eigenverantwortlich zu lernen und ebenso später als ausgebildete Fachkraft zu arbeiten“, sagt Ulrike Schmidt-Himmelreich, Schulleiterin der Fachschule Heilerziehungspflege in Lilienthal. Die beiden Kooperationspartner bemühen sich daher um ein innovatives und hochwertiges Ausbildungskonzept. Ein qualifiziertes Lehrpersonal, überschaubare Klassengrößen sowie eine hervorragende Lernatmosphäre gehören zum Standard der theoretischen Ausbildung, die in der Lilienthaler Fachschule stattfindet. Die Praxis im Martinsclub garantiert darüber hinaus einen inhaltlichen Facettenreichtum, der im Vergleich zu anderen Pflegeausbildungen einzigartig ist. „Wir legen besonderen Wert auf die Vermittlung von sozialpädagogischen Inhalten“, so Ausbildungsbetreuerin Annett Weidemann, „denn im Vordergrund aller Leistungen steht die Befähigung zu einer möglichst großen Selbstständigkeit.“

Im Martinsclub lernen die Auszubildenden alle Leistungsbereiche kennen. Durch den Einsatz in der Pflege, der Wohnbetreuung sowie in der Schulassistenz erhalten sie nicht nur ein umfassendes Bild vom Beruf des HEPs, sie arbeiten auch mit Menschen aller Altersklassen zusammen. „Wir möchten vor allem jungen Menschen eine erstrebenswerte Perspektive im Beruf anbieten“, fasst Thomas Bretschneider das Engagement des Martinsclub zusammen. 

Der intensive Kontakt mit Menschen ist ein wesentliches Merkmal des Berufsfeldes, daher sind Sozialkompetenz, Empathie und Selbstreflexion wichtige Grundvoraussetzungen. Ebenso ist eine große psychische und physische Stabilität verlangt. Wem die Zusammenarbeit mit Menschen Spaß macht und daran gelegen ist, sich auch im Beruf sozial zu engagieren, für den könnte die Ausbildung zum HEP eine gute Wahl sein. Die Bewerbung ist ab sofort, bis spätestens Mitte Juni möglich.

Informationen zur HEP-Ausbildung: 

www.martinsclub.de/hep-ausbildung/